Wärmepumpenverbrauch aus Wärmebedarf und Jahresarbeitszahl abschätzen

Eine Wärmepumpe nutzt Strom, um Wärme bereitzustellen. Für die Jahreskosten brauchen Sie den Wärmebedarf des Gebäudes und eine zur gesamten Heizperiode passende Annahme über die Effizienz.

Zuletzt geprüft: · Methodik

Wärmebedarf und Strombedarf trennen

Die an Räume oder Warmwasser abgegebene Nutzwärme wird in thermischen kWh angegeben. Der Strom für die Wärmepumpe ist eine andere Energiemenge. Bei beispielhaften 12.000 kWh Nutzwärme und einer Jahresarbeitszahl von 3 ergeben sich vereinfacht 4.000 kWh Strombedarf. Das ist eine Rechenannahme und weder ein typischer Verbrauch für jedes Haus noch eine Dimensionierung der Anlage.

COP, SCOP und Jahresarbeitszahl einordnen

Der COP beschreibt das Verhältnis von abgegebener Wärme zu eingesetztem Strom unter bestimmten Betriebsbedingungen. Der SCOP bildet standardisierte saisonale Bedingungen ab. Eine gemessene Jahresarbeitszahl bezieht sich auf einen konkreten Zeitraum und eine definierte Anlage. Prüfen Sie bei jedem Wert, welche Temperaturen und Systembestandteile er umfasst. Ein einzelner günstiger COP garantiert keine entsprechende Jahreseffizienz.

Den Umfang der Berechnung festlegen

Klären Sie, ob der Wärmebedarf Raumheizung, Warmwasser oder beides umfasst. Prüfen Sie außerdem, ob Zusatzheizung, Umwälzpumpen und weitere Hilfsenergie bereits im verwendeten Effizienzwert enthalten sind. Addieren Sie dieselben Verbräuche nicht zweimal. Gebäudezustand, Vorlauftemperatur, Regelung und Wetter beeinflussen den Betrieb. Mehrere Annahmen zur Jahreseffizienz zeigen die Unsicherheit besser als eine einzelne Zahl.

Gas über dieselbe Nutzwärme vergleichen

Eine direkte elektrische Widerstandsheizung wird hier vereinfacht mit einer elektrischen kWh je thermischer kWh am Heizgerät verglichen. Bei Gas teilen Sie den Nutzwärmebedarf durch den angenommenen saisonalen Kesselwirkungsgrad. Achten Sie auf zusammenpassende Energieeinheiten und die verwendete Abrechnungsbasis. Feste Gebühren verändern den Vergleich nur, soweit sie bei einem tatsächlichen Systemwechsel hinzukommen oder entfallen.

Einsparung und Investition gemeinsam betrachten

Die jährliche Einsparung ist die Differenz vergleichbarer Betriebskosten. Zusätzliche Investition geteilt durch positive Einsparung ergibt die einfache Amortisationszeit. Bei null oder negativer Einsparung gibt es in diesem Modell keine endliche Amortisation. Wartung und Finanzierung bleiben eigene Positionen. Heizlast, Heizkörper und Warmwasserbereitung sollten vor einer Anschaffung fachlich geprüft werden; der Jahresrechner liefert dazu eine erste Orientierung.

Datenquellen

Zuletzt geprüft: 2026-09-08

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