Strom sparen in Deutschland: Kühlgeräte messen und Ersatzkosten vergleichen

Ein altes Kühlgerät ist nicht allein wegen seines Alters ein lohnender Austauschkandidat. Vergleichen Sie gemessene Kilowattstunden, Ihren Arbeitspreis und die Kosten einer passenden Alternative.

Zuletzt geprüft: · Methodik

Arbeitspreis statt Abschlag verwenden

Der monatliche Abschlag ist eine Vorauszahlung und kein Preis pro Kilowattstunde. Für vermiedenen Verbrauch benötigen Sie den verbrauchsabhängigen Arbeitspreis aus Ihrem Vertrag. Ein unveränderter Grundpreis entfällt durch ein sparsameres Gerät nicht. Die Bundesnetzagentur erläutert die Unterscheidung zwischen Preisen, Abschlägen und Abrechnung.

Im folgenden Rechenbeispiel gelten frei angenommene 0,35 €/kWh einschließlich aller hier angenommenen variablen Kosten. Der Wert ist weder ein aktueller Durchschnitt noch ein Tarifangebot. Bei zeitabhängigen Preisen ist eine Rechnung mit den jeweiligen Verbrauchszeiten genauer.

Beispiel: sieben Tage messen

Ein geeignetes Energiekostenmessgerät zeigt für einen Kühlschrank in sieben Tagen 7 kWh an. Der Tagesdurchschnitt beträgt 1 kWh. Bei unveränderten Bedingungen wären das 365 kWh und 127,75 € pro Jahr. Die aufgedruckte Anschlussleistung mal 24 Stunden wäre ungeeignet, weil der Kompressor zeitweise abschaltet.

Notieren Sie Raumtemperatur, Geräteeinstellung und ungewöhnliche Nutzung während der Messung. Wiederholen Sie die Messung in einer anderen Jahreszeit. Die Hochrechnung aus einer Woche bleibt eine Annahme; sie ist keine Jahresmessung.

Ein Ersatzgerät wirtschaftlich einordnen

Angenommen, ein vergleichbar großes Ersatzgerät benötigt laut seiner ausgewiesenen Jahresangabe 180 kWh. Gegenüber der Hochrechnung von 365 kWh beträgt die rechnerische Differenz 185 kWh beziehungsweise 64,75 € jährlich. Bei 500 € Anschaffungskosten ergeben sich rund 7,7 Jahre einfache Amortisation, wenn allein die Stromersparnis den Kauf finanzieren soll.

Die Rechnung vergleicht eine Messhochrechnung mit einem Prüfwert. Prüfen Sie deshalb ähnliche Nutzvolumina und Betriebsbedingungen. Reparatur, Restlebensdauer und Entsorgung sind weitere Entscheidungen; die Rechnung bewertet keine Umweltbilanz.

Mit eigenen Werten nachrechnen

Nutzen Sie im Gerätekostenrechner die Eingabe für Jahresverbrauch und vergleichen Sie zunächst 365 und 180 kWh bei gleichem Preis. Ersetzen Sie danach beide Beispielwerte durch belastbare Angaben. Ein günstigerer Tarif ist eine eigene Änderung und sollte nicht als Effizienzgewinn des Geräts gezählt werden.

Überprüfen Sie zugängliche Dichtungen, Belüftung und Einstellungen anhand der Herstelleranleitung, bevor Sie einen Kauf entscheiden. Eine erneute Messung zeigt, ob sich der Verbrauch verändert hat. Lebensmittelsicherheit und vorgeschriebene Temperaturen haben dabei Vorrang.

Datenquellen

Zuletzt geprüft: 2026-09-19

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